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Chronik




Als sich vor Jahrhunderten Siedler im Moritzberggebiet niederließen, machten sie sich die Elemente der Natur zunutze. In gleicher Weise waren sie aber auch den Gefahren der Naturgewalten ausgesetzt. Während sich Stürme und Hochwasser in Haimendorf aufgrund seiner geographischen Lage weniger bedrohlich auswirken konnten, stellte Feuer wie überall eine ernstzunehmende Gefahr dar.
Verantwortungsbewusste Bürger aus Haimendorf, Renzenhof, Rockenbrunn und Grüne Au gründeten unter dem damaligen Bürgermeister Herrn Thoma am 15. September 1877 die Freiwillige Feuerwehr Haimendorf. Es war ihr erklärtes Ziel, ihre Heimatorte vor Feuersnot und andere Gefahren zu schützen und stets ihren Mitbürgern und Nachbarn Hilfe zu leisten. Von den Gründungsmitgliedern sind leider keine Aufzeichnungen vorhanden.
Die Ausrüstung war jedoch zunächst recht dürftig. Löscheimer, Leitern und Einreißhaken bildeten das Ausrüstungspotential. Bürger bildeten so genannte Ketten und reichten die Löscheimer von Hand zu Hand bis zum Brandherd. Doch man hatte bald erkannt, dass damit kein ausreichender Löscherfolg zu erzielen war. Gewöhnlich musste man sich darauf beschränken, Mensch und Tier in Sicherheit zu bringen und eine Ausdehnung des Brandherdes möglichst zu verhindern. Die Gebäude selbst konnten nur selten gerettet werden. Die Alarmierung der Wehr wurde durch den Hornisten und einer Feuerglocke gegeben.
Der Verhütung von Bränden diente die "Licht- und Feuerordnung", die in einer Brandsatzung von 1783 bereits enthalten ist und in späteren Neufassungen immer wieder ergänzt und erweitert wurde. Es war demnach streng verboten, mit offenem Licht in Scheunen und Ställen zu hantieren. Zuwiderhandlungen wurden mit empfindlichen Geldstrafen geahndet.

Eine merkliche Verbesserung im Bereich des gemeindlichen Brandschutzes erfüllte sich 1894 mit der Anschaffung einer fahrbaren BS/1 Saug- und Druckspritze mit Zubehör von der Firma Julius Braun aus Nürnberg im Wert von 750,- Mark. Mit Pferdegespann konnte das vierrädrige Gefährt zum Brandplatz gebracht werden. Sie wurde von sechs Mann bedient und lieferte bei 55 Doppelhub pro Minute 120 Liter Wasser mit einer Wurfweite von 25 m. Dies war in der damaligen Zeit für eine kleine Gemeinde schon eine recht respektable Ausrüstung. Sie wurde im "Spritzenheisl" beim Gemeindehaus untergestellt und leistete bis 1948 gute Dienste. In einwandfreiem Zustand wird sie im Feuerwehrgerätehaus aufbewahrt. Das Wasser lieferten die Dorfweiher, die jedoch im Sommer oft nicht die gewünschte Wassermenge vorhalten konnten.
Aufzeichnungen von 1877 bis 1946 fehlen. Bekannt ist jedoch, dass die Kameraden Peter Geistmann, Georg Kalb, Wolfgang Loos, Peter Rögner, Johann Thoma, Johann Schramm und Johann Vogel vom ersten Weltkrieg nicht mehr heimkehrten.
Nach dem vollkommenen Zusammenbruch und der Auflösung sämtlicher Vereine im Jahre 1945 erschien es fast aussichtslos, in naher Zukunft wieder einen Verein ins Leben zu rufen. Entsprechend den Gesetzen der amerikanischen Militärregierung durfte der Verein erst 1946 wieder tätig werden.
Auch dieser Krieg riss schmerzliche Lücken in die Reihen der Wehrmänner. Hermann Bohrer, Otto Heckel, Fritz Hirschmann, Georg Hirschmann, Hans Hofmann, Stefan Kalb, Georg Link, Hans Vogel und Peter Vogel sind Opfer dieses schrecklichen Geschehens geworden. Wir werden ihnen ein ehrendes Gedenken bewahren.
Einen wesentlichen Anteil an dem 1946 begonnenen Wiederaufbau der Wehr hatte der damalige Kommandant und Vorstand Hans Rögner. Auf seine Initiative, unterstützt durch den Kreisbrandmeister Michael Sußner, geht es zurück, dass 1948 eine vom Luftschutz freigestellte Tragkraftspritze ohne fahrbarem Untersatz zur Verfügung gestellt wurde. Damit begann das Motorenzeitalter der Haimendorfer Wehr.
Mit Kommandant Hans Thoma und Vorstand Hans Back begann 1950 eine neue Ära der Wehr. Um das Problem bezüglich dem Trocknen der Schläuche zu erleichtern, wurde ein Schlauchtrockenmast aufgestellt. In den darauf folgenden Jahren wurde die Vereinskasse durch Vereinsbälle, Theateraufführungen und Weihnachtsfeiern wesentlich aufgebessert.
Durch den gegründeten Wasserzweckverband "Moritzberggruppe" erhielten Haimendorf sowie die umliegenden Ortschaften 1956 eine zentrale Wasserleitung. Damit war die Wasserversorgung im Brandfall weitgehend gesichert. Dies war natürlich ein erfreulicher Anlass, dieses Ereignis am 23. September 1956 mit einem Wasserfest in Diepersdorf zu feiern. Mit einer Schauübung der beteiligten Wehren aus Leinburg, Diepersdorf, Haimendorf und Renzenhof wurde der Bevölkerung die Schlagkraft der Wehren vorgestellt.
Das 75-jährige Bestehen des Vereins hätte eigentlich 1952 gefeiert werden müssen. Da dies leider nicht stattfand, beschloss man als Ausgleich, das 80-jährige Jubiläum vom 27. bis 28. Juli 1957 in kleinem Rahmen mit Kameraden der Nachbarwehren zu feiern. Als Ehrengäste waren geladen: Landrat Freiherr von Stromer (zugleich Schirmherr), Bürgermeister Georg Eckstein, Kreisbrandinspektor Michael Sußner und die beiden Kreisbrandmeister Herr Stein und Herr Perl.

Am 26. Oktober 1957 wurde in einer Feierstunde im Vereinslokal das neue Vereinsbild durch Vorstand Back und Kommandant Thoma enthüllt. Es soll den kommenden Generationen beweisen, wer in dieser Zeit des Jubiläums die Freiwillige Feuerwehr Haimendorf erhalten und weitergeführt hat. 80 Jahre Vereinsgeschichte sind natürlich ein Grund zu solch einer Bildanschaffung.
Um den technischen Anschluss nicht zu verlieren, wurde im Juli 1959 eine gebrauchte Tragkraftspritze auf einem fahrbaren Untersatz von der Freiwilligen Feuerwehr Schwaig gekauft, was für die Wehrmänner eine große Erleichterung bedeutete. Hans Thoma wurde am 2. März 1960 für seine erfolgreiche 10-jährige Kommandantentätigkeit geehrt. Da die bisherige Tragkraftspritze einen größeren Schaden am Kühlsystem aufwies, wurde im Mai 1962 von der Werksfeuerwehr Monopol aus Nürnberg eine gut erhaltene TS 8/8 erworben.
Ein Teil der Führungskräfte aus Haimendorf und den Nachbarwehren haben am 12. Juni 1962 mit zwei Löschgruppen die Leistungsprüfung der Stufe I erfolgreich absolviert. Um den technischen Anforderungen an eine einsatzbereite Wehr zu entsprechen, sollen im zweijährigen Turnus Leistungsprüfungen in verschiedenen Stufen stattfinden.
Während eines Kameradschaftsabends am 19.05.1962, an dem auch die Kreisbrandinspektion anwesend war, wurden die Kameraden: Georg Kalb, Richard Heckel, Hans Häusler und Konrad Waitz für 25 Jahre aktiven Dienst bei der FF-Haimendorf geehrt. Im Anschluss an diese Ehrung wurde eine neu geschaffene Tischstandarte enthüllt und ihrer Bestimmung übergeben. Sie zeigt auf der Vorderseite den Hl. Florian und auf der Rückseite das "Fürerschloss".
Auf der Jahreshauptversammlung am 6.01.1964 legte Hans Thoma nach 14-jähriger Kommandantenzeit sein Amt nieder. Für diese Leistung wurde ihm vom 1. Vorstand Back Dank und Anerkennung ausgesprochen. Als sein Nachfolger wurde der bisherige Stellvertreter Erich Loos und als 2. Kommandant Otto Jahn gewählt. Beide Kommandanten setzten sich unermüdlich für die Anschaffung eines neuen Kraftspritzenfahrzeugs sowie den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses ein.
Im gleichen Jahr wurde die Feuerschutzabgabe von 6,- auf 12,- DM und der Jahresbeitrag um 2,- auf 4,- DM angehoben. Im Verlauf der Weihnachtsfeier am 19.12.1964 wurden von KBI Pöllot geehrt: Georg Eckstein, Hans Back, Hans Bohrer, Konrad Bogner und Heinrich Link für 25 Jahre "Dienen und Helfen" in der Feuerwehr geehrt. "Ehre, wem Ehre gebührt". Seit Juni 1966 kann die installierte Luftschutzsirene auch als Feuermelder verwendet werden.
Ein Schweinestallbrand bei Konrad Kalb am 5.12.1967 konnte von den Wehrmännern schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Am 3. April 1970 wurde der 80. Geburtstag unseres ehemaligen KBI Sußner in Diepersdorf gebührend gefeiert. Die FF-Haimendorf und alle Wehren seines Dienstbezirkes nahmen daran teil.
Die wichtigste neue Errungenschaft war der Erwerb des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs, ein Ford Transit 130. Mit der offiziellen Übergabe und der Schlüsselüberreichung an Kommandant Erich Loos am 22.12.1971 ging ein lang gehegter Wunsch der aktiven Wehr -- endlich unabhängig von landwirtschaftlichen Zugfahrzeugen jederzeit einsatzbereit und beweglich zu sein -- in Erfüllung.
Durch die Gebietsreform 1972 verlor die Gemeinde Haimendorf ihre politische Eigenständigkeit und ist seither ein Ortsteil der Stadt Röthenbach/Peg. Die Freiwillige Feuerwehr als größte Bürgerinitiative im Ort aber blieb in ihrer Substanz erhalten.

Die FF Haimendorf hatte am 28. Oktober 1972 allen Grund zur Freude. In einer Feierstunde wurde das lang geplante neue Feuerwehrgerätehaus endlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Die Kosten betrugen 210.000 DM. Glückwünsche und Grußworte kamen von Landrat Helmut Lange und 1. Bürgermeister Hubert Munkert. In einem anschließenden Rundgang konnten die Bevölkerung und die Gäste den "Stolz von Haimendorf" besichtigen. Eingebettet in die Einweihungsfeierlichkeiten waren die Ehrungen von Peter Bauer, Konrad Lierl und Willi Schmidt. Sie befolgten 25 Jahre lang den Wahlspruch "Helfen in Not, ist unser Gebot".
Am 5. August 1973 nahm die Freiwillige Feuerwehr Haimendorf erstmalig mit einer Marschgruppe und dem blumengeschmückten Feuerwehrauto am Blumenfestzug teil. Und auch das erste Grillfest fand am 14. August im Kalbsgarten statt.
Im Winter 1973/74 war es notwendig, ab der Dämmerung einen Wachdienst in Form von Streifengängen zu organisieren, der die Umtriebe eines "Feuerteufels" einschränken sollte.
An der Jahreshauptversammlung 1974 wurde der Jahresbeitrag um 4,- auf 6,- DM angehoben. Die Luftschutzsirene wurde im Mai 1975 vom ehemaligen Hirtenhaus auf das Gerätehaus versetzt.
Inmitten der Vorbereitungen unserer 100-Jahrfeier verstarb am 17. Oktober 1976 unser 1. Vorstand Hans Back, der 26 Jahre unseren Verein vorbildlich führte. Als sein Nachfolger wurde Otto Jahn und als 2. Vorstand Heinz Albrecht gewählt.
Ein besonderer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war das 100-jährige Gründungsfest vom 3. bis 5. Juni 1977.

Im Jubiläumsjahr wurden Hans Thoma für 40 Jahre - Willi Hirschmann, Otto Jahn und Leonhard Saß für 25 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr geehrt. Es wurde ein strahlendes Fest, von dem noch lange gesprochen wurde. Die Heimatzeitungen berichteten damals sehr ausführlich darüber.
Im Jahre 1978 war die FF-Haimendorf bei der Katastrophen-Schutzübung des Landkreises Nürnberger Land vertreten und hatte einen Ölschaden, sowie einen Einsatz beim Wasserzweckverband zu leisten. Im September wurde das Löschfahrzeug mit einem Sprechfunkgerät ausgerüstet.
Das bereits gefeierte 100-jährige Jubiläum war der Anlass, ein Vereinsbild anfertigen zu lassen, das in einem Festabend im Saalbau Heckel am 29.10.1979 durch den 1. Bürgermeister Hubert Munkert und den 1. Vorstand Otto Jahn enthüllt wurde, was nicht zuletzt ein Verdienst von Heinz Kellner und Horst Euller war. Mitwirkende des Abends waren der MGV Haimendorf und die Kapelle Rewig.

Am 7.12.1980 besuchte die aktive Mannschaft die Flughafen-Feuerwehr in Nürnberg. Sie erlebte eine hoch interessante Führung durch die Räume und Anlagen einer modernen Feuerwehr mit der Vorführung einer Trockenübung, wie sie auch bei Flugzeugnotlandungen stattfinden. (Im Ernstfall natürlich mit Schaum). Im Jahre 1982 stellte die FF-Haimendorf bei einem Waldbrand am Moritzberg ihr Können unter Beweis. Auch ein Küchenbrand forderte die Wehr zu einem Einsatz.
Im Rahmen eines Kameradschaftsabends am 9.11.1985 im Heckelsaal wurden 1. Kommandant Erich Loos, Konrad Kalb und Hermann Thäter vom Landrat Klaus Hartmann für 25 Jahre aktive Dienstzeit geehrt. Weitere Ehrengäste waren KBI Goldhammer und KBI Böttcher. Der MGV Haimendorf sorgte für einen festlichen Rahmen dieser Ehrung. Für flotte Weisen sorgte anschließend die Kapelle Dehling.
Am 11.03.1986 wurde der durch einen Rohrbruch entstandene Wasserschaden in der Postgasse durch das Leerpumpen des Kellers beseitigt.
Das 110-jährige Bestehen der FF-Haimendorf wurde am 7.11.1987 vereinsintern im Heckelsaal gefeiert. Nach der Begrüßung und kurzer Rückschau durch 1. Vorstand Otto Jahn enthüllte er zusammen mit dem 1. Kommandanten Erich Loos das Vereinsbild, welches Helmut Häusler künstlerisch gestaltete. Der MGV-Haimendorf und eine 3-Mann-Kapelle umrahmten musikalisch den Abend.
Am 26.01.1988 um 4.45 Uhr wurde die Wehr zu der lichterloh brennenden Gerätehalle von Herrn Schmidt gerufen. Da der angrenzende Wald eine große Gefahr auch Feuer zu fangen darstellte, wurden die Wehren aus Röthenbach, Diepersdorf und Leinburg alarmiert.
Am 14. und 15. Oktober 1988 fand in Röthenbach die Einweihung und Übergabe der neu erbauten Feuerwache statt. Die FF-Haimendorf war an allen Veranstaltungen vertreten. Am Festabend wurde u. a. auch Peter Bauer für 25 Jahre aktiven Dienst geehrt.
Eine Gemeinschaftsübung wurde 1989 mit der Feuerwehr Röthenbach und Renzenhof im Stadtgebiet durchgeführt.
Am 1.03.1990 gegen 6.30 Uhr musste die Zufahrtsstraße nach Haimendorf von umgestürzten Bäumen befreit werden. Ein Waldbrand zwischen Haimendorf und Schönberg konnte ebenfalls erfolgreich bekämpft werden. Eine groß angelegte Alarmübung wurde im Zuge der Feuerschutzwoche auf dem Gelände der Firma Ruhrgas AG mit den umliegenden Wehren der Nachbarschaft durchgeführt.
An der Jahreshauptversammlung am 9.03.1991 legte Erich Loos sein Amt nieder. Er fungierte 4 Jahre als zweiter und 27 Jahre als erster Kommandant bei der FF-Haimendorf. An seine Stelle trat Walter Waitz und als zweiter Kommandant wieder Helmut Häusler. Erich Loos verabschiedete sich am 26.05. mit einer Schauübung sowie Speis und Trank im Gerätehaus. Dank/Anerkennung und Geschenke erhielt er vom 1. Vorstand Otto Jahn, 1. Bürgermeister Schultes und der Kreisbrandinspektion.
Ein vom Blitz gefällter Baum wurde am 28.07.1991 gegen 18.00 Uhr von der Fahrbahn entfernt.
In einer Feierstunde am 9.11.1991 wurden Georg Ringel, Georg Vogel, Georg Wittmann für 25 Jahre und 1. Vorstand Otto Jahn für 40 Jahre aktiver Dienstzeit bei der Feuerwehr durch Landrat Klaus Hartmann geehrt.
Am 17.01.1993 wurde um 16.00 Uhr ein Holzlagerbrand gelöscht.
An der Jahreshauptversammlung am 21.01.1995 wurden für besondere Verdienste 1. Vorstand Otto Jahn und der ehemalige 1. Kommandant Erich Loos zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Jahresbeitrag wurde von 6,- auf 12,- DM angehoben.
Im Jahre 1994 fanden zwei Einsätze statt. Es handelte sich zum einen um einen Flächenbrand, bei dem uns die Kameraden aus Röthenbach mit zwei Tanklöschfahrzeugen unterstützten, zum anderen um einen Verkehrsunfall, bei dem ein umgestürzter Kettenbagger einen Ölschaden verursachte. Weiterhin wurde eine Gemeinschaftsübung durchgeführt, an der sich auch die Wehren aus Röthenbach, Renzenhof, Diepersdorf, Leinburg, Gersdorf, Unterhaidelbach und Lauf beteiligten. Ziel der Übung war es, eine Wasserversorgung auf dem Gipfel des Moritzberges zu erreichen.
Durch starke, wolkenbruchartige Regenfälle am 5.07.1996 wurde ein Kanaldeckel in Rockenbrunn hochgedrückt und der Schacht unterspült. Die Straßendecke brach in sich zusammen. Eine Straßensperre musste errichtet werden.
An der Jahreshauptversammlung am 8. März 1997 legte nach 20-jähriger Tätigkeit als 1. Vorstand Otto Jahn sein Amt in jüngere Hände. Als sein Nachfolger wurde sein Stellvertreter Helmut Schmidt gewählt. 2. Vorstand wurde Hermann Thäter. Auch 1. Kommandant Walter Waitz stellte sich nach 6-jähriger Amtszeit (zuvor 12 Jahre 2. Vorstand) nicht mehr zur Wahl. Neuer Kommandant wurde Günter Mann. Stellvertreter bleibt Helmut Häusler. Für besondere Verdienste (19 Jahre Schriftführer, 21 Jahre 2. Kommandant und 20 Jahre 1. Vorstand) wurde Otto Jahn zum Ehrenvorstand ernannt. Dank/Anerkennung erhielten Jahn und Waitz vom 2. Vorstand Helmut Schmidt und 2. Bürgermeister Klaus Hacker.
Ein freudiges Ereignis gab es am 19.11.1999 für die FF-Haimendorf. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde der neue Mehrzweckraum mit 1. Bürgermeister Günther Steinbauer, KBI Fuchs, Stadträten und Kameraden aus Renzenhof eingeweiht. 1. Vorsitzender Helmut Schmidt dankte den Aktiven für die Gemeinschaftsleistung von 550 Arbeitsstunden für den neuen Raum im Dachgeschoss. Besonderen Dank zollte er den Kameraden Hans Hartmann-
Thoma, Hermann Thäter und Erich Loos. Anschließend wurden für 25-jährige Dienstzeit bei der Feuerwehr Manfred Bauer und Helmut Häusler aus Haimendorf und Gerhard Fleck aus Renzenhof geehrt.

Im Jahre 2000 waren zwei Einsätze zu verzeichnen. Ein Brandfall in einem Strohlager auf einer Pferdekoppel und eine Ölspursäuberung nach einem Verkehrsunfall. Außerdem wurden zwei Gemeinschaftsübungen mit der Röthenbacher und Renzenhofer Wehr durchgeführt. Es waren angenommene Brände im Haimendorfer Schloss sowie in einer Werkshalle der Fa. Conrady.
Das Jahr 2001 forderte folgende Einsätze:
Am 23.03. bei Fam. Amm - Wasser im Keller und Revisionsschacht.
Am 17.06. bei Fam. Luchs -- ein vom Sturm gefällter Baum von der Straße beseitigt.
Am 07.07. bei Fam. Schramm -- herabgestürzte größere Baumteile von der Fahrbahn entfernt.
Am 31. Mai 2001 erfolgte der Eintrag in das Vereinsregister des Amtsgerichts Hersbruck. Der Verein führt seit diesem Tag die Bezeichnung "Freiwillige Feuerwehr Haimendorf 1877 e.V.".
Um einen guten Ausbildungsstand der Wehr zu gewährleisten, nehmen die Aktiven an zahlreichen Schulungen und Lehrgängen in verschiedenen Funktionsbereichen teil. In 39 Jahren wurden mit 21 Löschgruppen bzw. mit 189 Teilnehmern an den Leistungsprüfungen mit Erfolg teilgenommen.
An der Jahreshauptversammlung am 26.01.2002 würdigte 1. Vorstand Helmut Schmidt die langjährigen Verdienste von Erich Loos (4 Jahre zweiter und 27 Jahre erster Kommandant) und ernannte ihn als krönenden Abschluss seiner Laufbahn zum Ehrenkommandanten.
Eine besondere Freude bereitet die Stadt der FF-Haimendorf im Jubiläumsjahr mit der Übergabe eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs. Damit hat das 1971 erworbene Löschfahrzeug ausgedient.

Otto Jahn


Vorstände seit 1946:
1946 - 1950 Hans Rögner
1950 - 1976 Hans Back
1976 - 1997 Otto Jahn
1997 - Helmut Schmidt

Stellv. Vorstände seit 1946:
1946 - 1975 Hans Thoma
1975 - 1977 Otto Jahn
1977 - 1979 Heinz Albrecht
1979 - 1991 Walter Waitz
1991 - 1997 Helmut Schmidt
1997 - Hermann Thäter

Kommandanten seit 1946:
1946 - 1950 Hans Rögner
1950 - 1964 Hans Thoma
1964 - 1991 Erich Loos
1991 - 1997 Walter Waitz
1997 - Günter Mann

Stellv. Kommandanten seit 1946:
1946 - 1950 Hans Thoma
1950 - 1960 Georg Schmidt
1960 - 1964 Erich Loos
1964 - 1985 Otto Jahn
1985 - Helmut Häusler